So schaffst du es dein Ändern zu leben!

So schaffst du es dein Ändern zu leben!

Hast du dir schon mal vorgenommen, ab morgen regelmäßig Sport zu machen? Hast du dir schon mal gedacht, dass du am Montag kündigen wirst und dich für einen besseren Job bewirbst. Und wie oft hast du dir selbst etwas gesagt, wie: “Es ist mein Leben. Nächstes Jahr mache ich endlich die Weltreise!“.

Wie oft hast du dir vorgenommen, etwas zu verändern, etwas Neues auszuprobieren? Wie oft hast du dir selbst geschworen mehr Zeit und Arbeit in die, für dich wichtigen Angelegenheiten, zu stecken?

Und wie oft ist es bei reinen Vorsätzen geblieben?

Um deine Pläne zu realisieren, deine Ziele zu erreichen und dein Leben zu ändern, musst du entsprechend handeln:

„Du musst dein Ändern leben.“

Was sind Gewohnheiten, warum sind sie so wichtig und wieso ist es so schwer diese zu verändern?

Bas Verplanken, ein Professor für Sozialpsychologie an der University of Bath in England, der schon seit über 20 Jahren Gewohnheiten erforscht, sagt dass:

„Zwischen 30 und 50 Prozent unseres täglichen Handelns durch Gewohnheiten bestimmt werden“.

Der Schlüssel zum erfolgreichen „Ändern leben“ sind also deine Gewohnheiten.

Gewohnheiten sind Verhaltensweisen, die du regelmäßig in einem stabilen Kontext ausübst. Ohne viel darüber nachzudenken oder abzuwägen. Gewohnheiten navigieren dich sozusagen durchs Leben.

Einerseits erleichtern Gewohnheiten dein Leben immens. Ohne sie wäre dein Gehirn von den Details des Alltags überfordert. Und durch sie spart dein Gehirn große Mengen an Energie ein.

Anderseits ist dieser Trick des Energiesparens genau der, der es so schwer macht dein Verhalten zu ändern. Es ist anstrengend etwas Neues oder Anderes als gewohnt zu machen. Wenn es also nicht sein muss, entscheidest du dich in den meisten Fällen für die „gute“, alte Gewohnheit.

Du wirst neue Gewohnheiten erfolgreich in deinen Alltag integrieren, wenn du verstehst  wie sie aufgebaut werden. Starke Gewohnheiten. Welche, die dafür sorgen, dass du dich deinen Zielen täglich ein Stück näherst!

Wie integrierst du neue starke Gewohnheiten erfolgreich in deinen Alltag?

1.Finde dein WARUM.

Unabhängig von dem was du dir vorgenommen hast zu machen, ob du produktiver arbeiten möchtest, konsequent den Feierabend einhalten oder im Fitness Center regelmäßig trainieren willst… du musst wissen WARUM du das machen willst.

  • Willst du dein eigenes Business aufbauen?
  • Möchtest du mehr Zeit mit deiner Familie verbringen?
  • Oder du willst mit deinen sportlicheren Freunden bei der nächsten Skitour mithalten können?

Nur wenn du dein WARUM kennst, hast du auch einen richtigen Anreiz, um dementsprechend zu handeln. Und dieser Anreiz muss stark genug sein. Er muss so stark sein, dass er dich  jeden Tag zum aktiven Machen motiviert. Du musst es so wirklich von ganzem Herzen wollen.

Dein POWER-MANTRA erinnert dich an dein tägliches WARUM. Das ist der Anreiz, der dich täglich auf die Beine stellt und jede Ausrede sofort aus dem Weg räumt!

2.Verbinde dein gewünschtes Verhalten mit einem eindeutigen Auslösereiz.

Der Auslösereiz wird dann hervorgerufen, wenn du etwas Bestimmtes siehst, hörst oder dich in einem bestimmten Kontext (Umgebung) befindest.

  • Du wirst es sicher kennen von Verhaltensweisen wie:
  • Alkohol trinken auf einer Party
  • Kaffee trinken sobald du das Büro betreten hast (egal, ob du tatsächlich Lust darauf hast, oder nicht)
  • Hautkratzen an den Fingern, in stressigen Situationen
  • Usw….

Diese Kopplung von Verhaltensweisen an bestimmte Situationen, Gegenstände oder Aussagen, kannst du auch für dich nutzen. Du kannst sie für den Aufbau starker Gewohnheiten nutzen.

Zb: Wenn du jeden Tag in der Früh Laufen gehen willst, stelle deine Laufschuhe und dein Laufgewand direkt neben das Bett. So, dass du direkt nach dem Aufstehen als allererstes deine Trainingskleidung siehst. Dadurch wird der Impuls, „Kleidung anziehen und Laufen gehen“, ausgelöst. Und du wirst das mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich tun img class=.

3.Belohne dich selbst

Nachdem du dein gewünschtes Verhalten mit einem deutlichen Auslösereiz gekoppelt hast, verstärkst du es am besten mit einer direkten Belohnung.

Dafür reicht leider nicht alleine die Vorstellung deines WARUM.

Du willst regelmäßig Laufen gehen, hast es aber vorher nie wirklich gemacht? Du willst es machen, um einen gesunden, fitten und schlanken Körper zu haben? Das ist super. Aber… alleine die Vorstellung deines sportlichen Ichs in ein paar Monaten, reicht am Anfang nicht aus, um dich tagtäglich aus dem Bett zu bringen. Die Belohnung muss direkter sein. In dem Fall kann es zB. Ein gutes (gesundes) Frühstück mit deinen Liebsten sein, oder jedes 10. Mal, nachdem du Laufen warst, gönnst du dir eine Massage oder ein heißes Bad.

4.Plane: wie, wo und was?

Am besten du machst es so einfach, dass du einfach nicht nein sagen kannst! Definiere genau, WAS du zu tun hast, WANN du es machen wirst und WIE du es machen wirst.

Zb: Du gehst jeden Montag, Mittwoch und Freitag, um 6:00 in der Früh, gleich nach dem Aufstehen, in den benachbarten Park, für 20 min Laufen.

Je einfacher und klarer dein Umsetzungsplan, desto größer die Chance deines Erfolges!

5.Habe einen Alternativplan

Was passiert, wenn… es in der Früh regnet?

Lege schon im Vorhinein fest, was du in so einer Situation machst. ZB: Wenn es regnet gehst du ins Fitness Center oder du machst ein kurzes HIT Training Zuhause. Entscheide dich auch hier für eine Sache. Wenn du beim Alternativplan dann vor einer Entscheidung stehst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch es nicht zu tun. Je einfacher desto besser. Wenn es regnet, mache ich 20 Liegestütz, 20 Klimmzüge, 20 Situps und 20 Kniebeugen.

Wenn du weißt, wie du dich in einer unvorhersehbaren Situation verhalten sollst, dann ist die Gefahr, dass du deine Vorsätze über Bord wirfst, viel geringer.

6.Finde die richtige Strategie für dich

Stelle dir vor, du möchtest deine Zeit produktiver nutzen. Dafür musst du dir abgewöhnen, während deiner Arbeitszeit, ständig auf dein Handy zu schauen. Reicht es aus, einfach zu sagen: „Ab jetzt bin ich stark. Ab jetzt mache ich es nicht mehr.“? Nicht wirklich…

Das Smartphone aus dem Blickfeld zu räumen ist eine sehr gute Strategie, um produktiver zu werden. Verstecke es in einer Schublade. Dank dieser Lösung kommst du gar nicht mehr in die Versuchung auf dein Handy zu schauen. Es ist nämlich nicht da img class=.

Und genauso verhält es sich mit allem, was du verändern, oder dir ab- oder angewöhnen möchtest. Zu sagen: „Ich muss stark sein und dies oder jenes einfach konsequent machen!“, hilft dir nicht tatsächlich dranzubleiben.

Was dir hilft, ist eine smarte Strategie. Du selbst kennst dich am besten. Du weißt, wo deine momentanen Stärken und Schwächen liegen. Entwickle deine persönlichen Strategien, die den Aufbau deiner starken Gewohnheiten unterstützen!

7. Verurteile dich nicht.

Wenn du es Mal nicht geschafft hast, verurteile dich nicht selbst. Morgen ist auch noch ein Tag. Und vor allem: Höre nicht ganz auf, nur weil du es einmal nicht geschafft hast! Weil es ja „eh schon egal ist“. Es ist nicht egal. Es zählt. Es ist wichtig! Es ist dein Ziel! Die einzige Möglichkeit, um erfolgreich zu sein, ist dranzubleiben!

8.Bleibe dran

Mache weiter. Versuchen es nochmal und nochmal und dann nochmal. Bleibe konsequent dran.

Wenn du es einmal nicht geschafft hast, dann versuche es wieder und wieder. Und gib auf gar keinen Fall auf. Die Konsequenz dranzubleiben und die Regelmäßigkeit mit der du bestimmte Handlungen ausübst werden dich schlussendlich zum Erfolg führen!

Laut Maxwell Maltz, einem amerikanischen Plastischen Chirurgen und Author des Bestsellers *“Psycho-Cybernetics“, braucht es mindestens 21 Tage regelmäßiger Ausübung einer Tätigkeit, bis diese zu deiner Gewohnheit wird.

Das ist die Mindestzeit. Meistens braucht es aber ca. 2 Monate. Und wenn es eine sehr schwierige Sache ist, manchmal auch länger. Wenn du das weißt und dir nicht sofortige Ergebnisse erwartest, wirst du die nötige Kraft und Ausdauer aufbringen können, um ans Ziel zu kommen!

Als Belohnung wirst du erleben, dass deine neuen Gewohnheiten zu einem neuen Verlangen werden. Wenn du regelmäßig Sport treibst, wirst du bald mit Vorfreude auf die kommende Trainingseinheit aufstehen. Wenn du dich anfängst gesund zu ernähren, wird dein Körper bald genau nach diesem guten Kraftstoff verlangen img class=

9.Verpflichte dich selbst

Am besten nicht nur dir selbst gegenüber, sondern auch anderen Menschen. Suche dir eine/n PartnerIn, mit dem/der du laufen gehen kannst. Nimm Teil an einer öffentlichen Challenge, wo du jeden Tag darüber berichtest, was du für deine Business-Idee gemacht hast. Oder erzähle einfach all deinen Freunden, dass du aufhörst Alkohol zu trinken.

Diese soziale Verpflichtung ist sehr hilfreich. Uns selbst gegenüber entschuldigen wir uns nämlich ganz leicht. Im Gegensatz dazu, tun wir uns meistens schwer, andere zu enttäuschen. Eben weil sie sich darauf verlassen, dass du mit ihnen laufen gehst. Weil sie interessiert an deiner neuen Idee sind. Oder einfach, weil sie deine Erzählungen irgendwann nicht mehr ernst nehmen, wenn du ihnen schon zum 10. Mal sagst, dass du aufhörst zu Rauchen.

Einen zusätzlichen Vorteil solcher sozialen Verpflichtung findest du in der Anerkennung. Es baut auf und motiviert weiter zu machen, wenn wir Worte der Bestätigung hören. Wenn andere unsere Veränderungen wahrnehmen und unsere Erfolge mit uns feiern img class=.

10.Ändere deine Umgebung

Ja, gemeinsam ist es oft einfacher. Gemeinsam kann es aber auch oft schwieriger sein. Vor allem dann, wenn deine Umgebung dich zum Gegenteil von dem verleitet, was du eigentlich machen willst. Ob du es willst oder nicht: Gewohnheiten werden immer von Reizen aus der Umwelt angestoßen.

Wenn du also etwas Neues für dich machen willst und niemand in deinem Umfeld daran interessiert ist, solltest du nach Menschen suchen, die dieses machen. ZB: Nach Menschen, die gerne und regelmäßig Laufen gehen.

Wie schaffst du alte, schlechte Gewohnheiten ab?

10. Ändere deine Umgebung

Wenn du dir wiederum etwas abgewöhnen möchtest, zB. Alkohol trinken, solltest du darauf achten, dein Umfeld zu verändern.

Manchmal willst du das nicht, zB. wenn deine besten Freunde gerne trinken, willst du sie deswegen nicht gerne aus deinem Leben streichen…

11.Verbinde den alten Reiz mit einer neuen Tätigkeit

Wenn du aber den Kontext nicht ändern möchtest, dann hilft es nur zu versuchen, den alten Reiz mit einer neuen Tätigkeit zu verbinden. ZB. Wenn deine Arbeitskollegen eine Raucherpause machen, kannst du stattdessen eine Frischluftpause machen. Du verbindest somit mit dem bestehenden Reiz „Pause“ eine neue Tätigkeit – Frischluft einatmen und deinen Körper in Schwung bringen img class=

Kurz gesagt:

Es muss etwas geben, dass die schlechte Angewohnheit ersetzt.

Damit dies aber klappt musst du es schaffen ein richtiges Verlangen nach dieser Tätigkeit zu erzeugen – und das schaffst du nur mit deinem richtigen WARUM.

Lebe dein Ändern!

Oft denkst du, dass du zuerst deine gesamte Lebenseinstellung ändern musst, um zu einem gewünschten Verhalten zu kommen. Es ist aber das Gegenteil der Fall:

„Wenn wir es schaffen, das Verhalten zu ändern, ändert sich auch das Denken.“ Bas Verplanken

Fange also an dein Verhalten Schritt für Schritt zu ändern. Und da das WARUM der Anfang aller Dinge ist… fange noch heute damit an dein persönliches Power Mantra aufzubauen!

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und vor allem viel Freude dabei, dein Ändern zu leben img class=

Deine Natalia

About the Author Natalia Dziadus-Hammerschmied

Am liebsten schmiede ich neue Pläne: eines Office-Buildings, einer Marketingstrategie, eines Websitekonzepts... Dabei lerne ich ständig Neues und diese Herausforderungen machen mich lebendig! In der Zwischenzeit schreibe ich darüber, wie sich mein Leben dadurch verändert und wie mich das glücklich macht :)

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