Erfolg

Was bedeutet Erfolg? Und wie ich damit umgehe.

Die Arbeit an dem Artikel “Mindset für KraftFabriks” hat bei einigen Lesern und auch mir selbst eine sehr wichtige Frage aufgeworfen. So wie nahezu alles in unserem Leben muss man die eigenen Werte für sich persönlich definieren und durchdenken oder durchleben, um zu einem geeigneten Ergebnis oder einer geeigneten Erklärung zu kommen. Und auch diese “Definitionen” können letztlich nur Momentaufnahmen der eigenen Ansichten sein. Eine solche Momentaufnahme zur Frage “Was bedeutet Erfolg für mich” möchte ich dir hier darstellen.

Erfolg ist nicht gleich Erfolg.

Jeder Mensch hat seine eigene Definition und seine eigenen Assoziationen, die der Begriff “Erfolg” hervorruft. In der heutigen Zeit wird Erfolg oft mit finanziellem Erfolg oder gesellschaftlicher Anerkennung gleichgesetzt. Diese Assoziationen werden durch Bücher, Filme, Internet, Freundeskreis und andere Einflüssen, denen man sich bewusst oder häufiger unbewusst aussetzt, geprägt. Das bedeutet jedoch nicht, dass man den Begriff “Erfolg” damit gleichsetzen kann und dass die vielseitigen Definitionsmöglichkeiten auf diese zwei Bedeutungen beschränkt werden dürfen.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass finanzieller Erfolg oftmals eine Begleiterscheinung bei Menschen ist, die aus Enthusiasmus und voller Elan das tun was sie am liebsten machen. Dennoch macht der finanzielle Aspekt oder eine anerkannte Position in einem Unternehmen keinen erfolgreichen Menschen aus. Es zählen auch die Werte abseits dieser oben genannten, die von Menschen hochgehalten werden.

Was ist für mich ein erfolgreicher Mensch?

Ich bewundere konsequente Menschen. Menschen, die sich etwas vornehmen und das dann wirklich machen. Die Bandbreite ist unerschöpflich. Menschen die sich für ihre eigenen Ideen einsetzen und diese erreichen sind für mich erfolgreich. Dabei spielt es keine Rolle ob wir von Menschenrechtlern, Unternehmern, Schauspielern, Sportlern, Angestellten, Arbeitern oder Weltreisenden sprechen. Das was solche Menschen alle gemeinsam haben ist eine Idee und ein Ziel. Eine Idee die ihnen soviel bedeutet, dass sie sie mehr oder weniger konsequent umsetzen und dadurch zu ihrem Ziel kommen.

Erfolg ist die Verwirklichung der eigenen, subjektiven Wertvorstellungen

Ich finde es bewundernswert wenn jemand mit dem Rucksack um die Welt reist. Viele die das tun, sparen richtig lange darauf und legen davor alles was sie nicht unbedingt brauchen ab. Sie tun alles nötige, um den eigenen Traum zu verwirklichen. Es ist eine Frage der Konsequenz und des Durchhaltevermögens. Das Ziel muss so wichtig sein, dass man bereit dafür ist etwas am eigenen Leben zu verändern.

Wie groß muss eine Veränderung sein?

Meine Ziele zu kennen und diese zu erreichen ist für mich also ein Aspekt von Erfolg. Dadurch stellt sich natürlich die einleitende Frage nach dem Ausmaß der Veränderung.
Das kommt natürlich auf das Ziel an. Wenn du dir vornimmst zum Rauchen aufzuhören, dann musst du es machen! Du hast zuerst die Idee und dann erarbeitest du dir einen Plan wie du deine Idee umsetzen kannst.

In meinem Fall habe ich mir folgendes vorgenommen:

  • Ziel: Zum Nichtrauchen anfangen
  • Weg: nur frische Luft atmen
  • Lösung: Statt einer Rauchpause eine Nichtrauchpause zu machen. Zwei meiner Freunde und Arbeitskollegen machten mit mir statt einer Rauchpause einfach eine 5 Minuten Nichtraucher Pause. Dadurch hatte ich die Pause und das Belohnungsgefühl eine nichtrauchen zu gehen
  • Konsequenz: Ich musste die Stärke aufbringen, das jedes mal zu machen
  • Konsequenz 2: Ich musste dabei bleiben und stetig an der Veränderung arbeiten

Wenn ich wieder anfange bleibt das Erfolgsgefühl aus und ich muss wieder ganz von vorne beginnen.
Wenn ich es aber schaffe meinen Weg zu verfolgen, finde ich es selbst bewundernswert. Ich mache was ich mir vorgenommen habe. Das ist großartig! Solche Erfolgserlebnisse sind inspirierend für mich. Sie geben Selbstvertrauen und Kraft, um das nächste Ziel ins Visier zu nehmen und konsequent daran zu arbeiten.

Sich von einer Sucht zu entwöhnen ist nicht leicht und für Nichtraucher ist dieses Beispiel vielleicht etwas abstrakt. Ich selbst habe ca. 15 Jahre meines Lebens geraucht (über 20 Z. am Tag). Ich dachte zuerst relativ lange darüber nach und eines Tages habe ich von einem Moment auf den anderen mit dem Nichtrauchen begonnen. Seit dem bin ich auf Erfolgskurs was dieses Vorhaben betrifft (Schon fast vier Jahre). Ich beantworte jedes mal stolz die Frage ob ich rauche mit “Nein” und freue mich fast wenn ich jemandem auf der Straße kein Feuer geben kann, weil ich kein Feuerzeug habe.

Die Veränderung “X” könnte aber auch was ganz anderes sein:

  • Konsequentes Aufstehen wenn der Wecker läutet zum Beispiel
  • Oder am Wochenende kein Internet
  • Oder jeden Tag Fitness
  • Oder kein Fast Food…

Du siehst man kann diese Liste auf alles umlegen. Wenn du willst kannst du auch jeden Tag eine Packung Gummibärchen verdrücken und konsequent zunehmen 😉 Das wäre auch Erfolg wenn es jemandes Ziel ist.

Ob sich dein Ziel allerdings mit den Erfolgsvorstellungen der Familie, Freunde und Mitmenschen deckt ist eine andere Sache. Wichtig ist nur, dass du dir Gedanken darüber machst was du wirklich willst. Und danach daran zu arbeiten beginnst.

So geht es sicher nicht:

Mein Vater hat sein ganzes Leben nur an seinem Schreibtisch gesessen und für das Wohlergehen anderer Menschen gearbeitet. Er war selbständig und arbeitete von zuhause aus. Doch ob er zufrieden mit seiner Situation war ist eine andere Frage. Er hat einfach so dahin gelebt. Von einem Tag auf den nächsten und von einem Auftrag zum nächsten. Abends hat er sich eine Flasche Wein oder ab und zu auch Whiskey gegönnt. Zusätzlich mindestens eine Packung Zigaretten. Als der Krebs kam war er völlig niedergeschlagen und wahrscheinlich sogar überrascht. Doch die ganzen Jahre die er Schmerzen hatte ging er nicht zum Arzt und machte einfach weiter mit seinem Lebenstrott. Letztendlich hat ihn die Krankheit vier Jahre lang dahingerafft. Wir Kinder und in erster Linie meine Mutter, sahen dabei zu wie er von innen heraus aufgefressen wurde. Sämtliche Behandlungen kamen zu spät. Wenn es ihm aber nach einer Behandlung ein kleines Bisschen besser ging habe ich ihn wieder rauchen gesehen! Das muss man sich mal vorstellen…

Das Erschreckendste daran ist aber folgendes:

Er war ein Mensch der viel philosophierte und über das Wohlergehen des eigenen Selbst nachdachte. Er hat auch meditiert und viele Versuche unternommen sich ausgewählt und gesund zu ernähren. Am Wochenende meist ein Spaziergang. Aber ihm fehlte etwas essenzielles: Ein Ziel das er verwirklichen wollte. Er hat sich konsequent kaputt gemacht. Ich glaube er mochte sich selbst nicht besonders.

Und natürlich kann ich nicht mit 100% Sicherheit sagen, ob er in seinen eigenen Augen erfolgreich war oder nicht – ich bin mir aber ziemlich sicher das er nicht glücklich war. Und das wünsche ich mir weder für mich, noch für andere.

So könnte es gehen:

Natürlich hab ich die Weisheit nicht mit dem Löffel gefressen. Ich schreibe über meine Erfahrungen, ziehe Schlüsse und erzähle dir meine Sicht der Dinge. An mir selbst habe ich bemerkt, dass ich um ein vielfaches Produktiver und Leistungsfähiger bin, wenn ich an einem konkreten Ziel arbeite.

Etwas abstraktes wie “reich sein” oder “Gesundheit” oder “Glück im Leben” oder “Zufriedenheit” hat mir noch nicht weitergeholfen. Ein klares Ziel wie “100 Verkäufe”, “85kg mit 15% Körperfett” und “Kraftausdrücke weglassen” helfen mir, mich jeden Tag daran zu erinnern was ich erreichen möchte und was ich dafür tun muss.

Ich glaube, dass Ziele für jeden Lebensbereich helfen können. Es ist deine eigene Aufgabe herauszufinden wieviele du dir setzt und wo du dir Freiraum gönnst. Diese Gedanken können dir auch helfen deine eigenen Erfolgsvorstellungen zu entwickeln und diese in weiterer Folge zu erreichen.

Ich wünsche dir alles Gute und freue mich über jeden Kommentar. Was denkst du darüber und was sind deine Erfahrungen mit Zielen? Wie gehst du vor wenn du etwas neues in deinem Leben erreichen möchtest?

Alles Liebe und viel “Erfolg”,
Alex

About the Author Alex Hammerschmied

Der Mensch lebt im Durchschnitt 75 Jahre. Ich bin jetzt 33. Also habe ich noch ca die Hälfte meines Lebens Zeit, genau das zu machen was ich in Wirklichkeit machen will. Um damit anzufangen, musste ich zuerst einen Hörsturz erleiden. Ein Breakdown der anderen Art. Meine Therapeutin fragte mich damals was ich in meinem Leben erreichen will. Ich wusste es nicht. Seit dem mache ich nur mehr das was ich liebe und helfe anderen Menschen dabei das gleiche zu tun! Dein Leben ist heute! #growindependent

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