Ist geben wichtiger als nehmen? Wie wirkt sich Altruismus aus?

Warum es sich lohnt anderen zu helfen. Was bewirkt Altruismus?

Ist es auch für dich manchmal schwierig, Geschenke zu finden, die deinen Liebsten richtige Freude bereiten? Bist du schonmal jemandem mit Rat und Tat zur Seite gestanden und hast danach gemerkt, dass deine Hilfe nichts gebracht hat? Und das obwohl es von Herzen gut gemeint war?

Durch solche Erlebnisse veränderst du dich. Dadurch steigt die Unsicherheit. Zahlt es sich aus zu helfen? Bringt es überhaupt etwas zu geben? Und wenn ja, wieviel sollst du eigentlich für Andere machen?

Warum geben wir?

Die Gründe warum wir Geben, sind so verschieden wie die Menschen und Situationen.

Manchmal ist es einfach ein gewisses Pflichtbewusstsein, dass in dir den Wunsch weckt, für das Wohlergehen von jemandem zu sorgen. Manchmal kannst du einfach nicht „Nein“ sagen. Und von Zeit zu Zeit brauchst du einfach die Bestätigung ein guter und wertvoller Mensch zu sein.

Meistens aber hilfst du anderen Menschen, weil du es gerade kannst und willst. Weil du über die nötigen Mittel verfügst: Wissen, Finanzen, positive Einstellung, Kraft… Dann hilfst du auch gerne und beobachtest voller Freude, wie es deinen Mitmenschen, durch deinen Einsatz besser geht.

So ist es auch am schönsten img class=

Das Wunder am Geben ist, es betrifft beide Seiten:

Wer anderen hilft, der tut dabei auch was Gutes für sich img class=

Was hat Geben mit Erfolg zu tun?

Adam Grant – Autor und Professor auf der Wharton School, der renommierten Wirtschaftsfakultät der Universität von Pennsylvania, und einer der anerkanntesten Persönlichkeiten im Bereich der Organisationspsychologie, hat ein großartiges Buch herausgebracht:

*„Geben und Nehmen – Erfolgreich sein zum Vorteil aller.“

In diesem Buch beschreibt er, dass „gute Typen“ es überdurchschnittlich oft bis ganz nach oben schaffen. Und mit „guten Typen“ meint er Menschen, die ohne Gegenleistung geben. Menschen, die ihren Freunden helfen und Fremden Ratschläge anbieten. Menschen, die darauf schauen, was andere brauchen und wie sie ihnen helfen können. Menschen, dir ihr Wissen, ihre Energie und ihre Verbindungen mit anderen teilen. Und, die gerade deswegen erfolgreich sind.

Wie hängt nun dein Erfolg mit dem Geben zusammen?

Baue dir gute Verbindungen auf.

Der französische Soziologe, Marcel Mauss, beschreibt in seinen Werken die Reziprozität – das Prinzip vom „Geben und Nehmen“, als den Grundstein für zwischenmenschliche Beziehungen. So wie die archaischen Völker gegenseitige Beziehungen auf Grundlage des Geschenkeaustauschs aufgebaut haben, so bauen wir auch heute Verbindungen zu anderen Menschen auf.

Wir Menschen behalten grundsätzlich lieber positive Erinnerungen im Kopf, als negative. Wenn du einmal jemandem geholfen hast oder ihm etwas gegeben hast, ohne was im Gegenzug zu verlangen, ist die Chance groß, dass sich dieser Mensch an dich und deine gute Tat erinnert. Auch noch viel später.

Und du wirst überrascht sein, wie oft Gutes zurückkommt. Dann wenn du danach fragst, aber oft auch überraschend und von einer ganz unerwarteten Seite img class=

Baue dir einen guten Ruf auf.

Wer den Ruf eines guten, hilfsbereiten und lösungsorientierten Menschen hat, wird es in seinem Leben gut haben. Neue Kunden gewinnen, einen Auftrag bekommen, jemandem vorgestellt werden, weiterempfohlen werden… all das passiert leichter mit einem guten Ruf.

Der gute Ruf ist heute wichtiger denn je.

Und dein Ruf verbreitet sich schneller als je zuvor. Auf den sozialen Netzwerken, wie Facebook oder LinkedIn, können sich deine guten Taten innerhalb von Stunden herumsprechen.

In Zeiten unserer stark vernetzten Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft ist ein guter Name von hoher Bedeutung. Er öffnet Türen, erschließt neue Möglichkeiten und baut nachhaltige Verbindungen auf.

Erschaffe Mehrwert.

Geben hat noch einen wichtigen Vorteil. Es erfüllt dem Gebenden eines der menschlichen Ur-Bedürfnisse:

Das Bedürfnis was Bedeutendes zu hinterlassen. Das Bedürfnis Mehrwert für die Welt und für Andere zu erschaffen.

Das ist auch das Bedürfnis und das Ziel von Alex und mir in der KraftFabrik. Unser Wissen und Können weiterzuvermitteln. Eine Community und einen (virtuellen) Raum zu erschaffen, um Unterstützung und Hilfe beim Aufbau eines selbstständigen, High-Performance und High-Quality Lebens zu geben! img class=

Wie gibst du richtig?

Adam Grant sagt in seinem Buch: Wer immer jedem gerecht werden will, bevor er von der Dankbarkeit profitieren kann, ist womöglich schnell am Ende seiner Kräfte.

Und wer keine Kraft hat, kann weder den anderen noch sich selbst was Gutes tun…

Erfolgreiche Gebende verfolgen sowohl das Fremdinteresse, als auch das Eigeninteresse. Sie besitzen auch die Fähigkeit um selbst nach Hilfe zu fragen. Und darin liegt das Geheimnis.

Adam Grant beschreibt in seinem Buch eine „100-Stunden-Regel“:

  • Beschränke die altruistischen Hilfestunden im Jahr auf 100
  • Konzentriere dich in deiner Hilfsbereitschaft auf das, was dir selbst auch Freude bereitet
  • Freue dich umso mehr, wenn du den Erfolg deiner Bemühungen siehst

Wie viel und wobei du hilfst musst du selbst entscheiden. Wichtig ist dabei:

Denke an deine Mitmenschen, behalte aber gleichzeitig eine klare Vorstellung deiner eigenen Prioritäten!

Ich hoffe, dass dieser Artikel einen positiven Beitrag dazu leistet, dass du die richtige Balance zwischen Geben und Nehmen für dich findest und eine wahre Freude am Geben entwickelst! img class=

Alles Liebe,

Deine Natalia

About the Author Natalia Dziadus-Hammerschmied

Am liebsten schmiede ich neue Pläne: eines Office-Buildings, einer Marketingstrategie, eines Websitekonzepts... Dabei lerne ich ständig Neues und diese Herausforderungen machen mich lebendig! In der Zwischenzeit schreibe ich darüber, wie sich mein Leben dadurch verändert und wie mich das glücklich macht :)

follow me on:
>