lokaler Server

Wie du eine WordPress Seite von einem lokalen Server auf deinen Webspace übersiedelst

Du musst deine Website umziehen oder du hast deine Website erfolgreich auf deinem Lokalen Server aufgebaut. Nun musst du sie Live schalten und auf deinen neuen Webspace übersiedeln. In diesem Artikel zeige ich dir in einem weiteren Schritt für Schritt Tutorial, wie du deinen Blog oder deine Website auf deinen Webspace übersiedelst ohne Plugins zu verwenden.

Vorwissen:

Wie du einen Lokalen Server aufsetzt erfährst du in diesem Artikel.
Wie du WordPress auf deinem Lokalen Server installierst erfährst du in diesem Artikel.
Wie du WordPress benutzt lernst du in der Academy.

Domain und Webspace einrichten

Bevor du deine Seite übersiedeln kannst, brauchst du natürlich eine Domain und deinen Webspace.

Unsere Seiten laufen mittlerweile fast alle über 1&1.de* . Das ist der bisher beste Provider mit dem ich zusammengearbeitet habe und ich kann ihn dir mit guten Gewissen empfehlen. Der Support ist schnell und freundlich und die Server sind es genau so 😉

Ich empfehle dir für die erste Seite das billigste Paket um 0,99 € im Monat du kannst später jederzeit upgraden.

Website für den Umzug vorbereiten

Sobald du mit deiner Seite fertig bist und sie bereit für den Umzug ist, musst du dir folgende Pakete zurechtlegen:

Dein WordPress-Verzeichnis

Darin ist die Software, dein Theme, alle Plugins, alle Uploads wie Fotos etc.

Diesen Ordner findest du indem du das Verzeichnis von WampServer aufrufst. Wenn du bei der Installation nichts verändert hast befindet sich der Ordner auf deinem „C Laufwerk“.

Öffne den Explorer und gehe auf Dieser PC -> Wähle das Laufwerk auf dem das WampServer Verzeichnis liegt aus. (Im Normalfall ist das das Laufwerk „C:“).

WordPress Seite umziehen

Darin wählst du das WampServer Verzeichnis „wamp64“ oder „wamp“.

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In diesem Verzeichnis öffnest du den Ordner „www“. Darin liegen deine Websites.

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Suche nun das Verzeichnis der Website die du umziehen möchtest und öffne es. In meinem Fall habe ich die Website unter iu_dev abgespeichert. In dem Verzeichnis liegen alle Dateien die mit WordPress zusammenhängen. Es wurde unter wp-content automatisch alles abgespeichert was du während dem Erstellen deiner Website „hochgeladen“ hast. Unter Plugins sind alle installierten Plugins abgespeichert und im Ordner Themes wurden automatisch alle Themes abgelegt die du installiert hast.

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Verkleinere dein WordPress-Verzeichnis

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt um alles zu löschen was du nicht benötigst. Du kannst zB alle Themes aus dem Ordner löschen die du nicht benutzt und die du während dem Aufbau deiner Seite ausprobiert hast.

Gehe dazu in den Ordner wp-content → Themes und lösche alle Theme-Ordner von denen du weißt, dass du sie sicher nicht mehr brauchst.

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Achtung: du befindest dich hier im „echten“ Backend deiner Website (auch wenn sie noch nicht auf deinem Webspace ist) alles was du hier löschst kannst du nicht mehr rückgängig machen! Lösche also nur Dinge von denen du genau weißt wofür sie gut sind. Im Zweifelsfall lass sie lieber im Verzeichnis.

Die Datenbank deiner Website

Die zweite wichtige Sache ist die Datenbank. Um ein File aus der Datenbank zu machen musst du dich in MySQL auf deinem lokalen Server anmelden.

Starte dazu deinen Lokalen Server und klicke auf das kleine WAMP-Symbol rechts unten am Bildschirm -> Wähle phpMyAdmin aus.

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Es öffnet sich der Browser und du musst dich mit deinen Daten Anmelden. Wenn du dem Tutorial „Wie du WordPress offline benutzt“ gefolgt bist, musst du hier nur den Benutzer root und kein Passwort eingeben.

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Im MySQL Dashboard wählst du auf der linken Seite die Datenbank deiner Website aus. Den Namen der Datenbank hast du bei der Installation von WordPress angegeben.

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Nun klickst du im oberen Bereich auf Exportieren, wählst unter Format SQL und bestätigst mit OK.

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Die Datenbank mit der Endung .sql wird jetzt heruntergeladen.

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Auf deinen Webspace übersiedeln

Für die eigentliche Übersiedlung brauchst du einen FTP Zugang zu deinem Webspace auf dem Server deines Providers (Hosters).

Um diesen Zugang herzustellen hast du 2 Möglichkeiten:

1) Du benutzt den FTP Zugang deines Providers:

Jeder Namhafte Provider bietet seinen Kunden einen sicheren FTP Zugang zum Webspace an.

Bei 1&1.de* findest du diesen im Dashboard im Menü:

2) Du benutzt einen FTP Client:

Ein sehr guter, kostenloser FTP-Client ist FileZilla. Diesen kannst du dir auf der FileZilla Website herunterladen und installieren.

Wie du FileZilla mit deinem Server verbindest lernst du in diesem (alten aber gutem) Video: Installation über den FTP Server

WordPress-Verzeichnis hochladen

Sobald du eine Verbindung mit deinem Server hergestellt hast, lädst du das WordPress-Verzeichnis in den Ordner deiner Domain.

Hier ist es wichtig das Verzeichnis in den richtigen Ordner zu laden. Du hast auf deinem Webspace wahrscheinlich unterschiedliche Ordner. Jede Domain hat ihren eigenen Ordner. Es ist also notwendig, den Ordner der Domain auszuwählen, zB: „deinewebsite“ und in diesen das Verzeichnis hineinzuladen.

Du kannst auch innerhalb deines Ordners einen weiteren Ordner erstellen. ZB: deinewebsite/wordpress/

Wenn du das tust musst du nach dem Umzug eine Umleitung einrichten damit deine Seite angezeigt wird wenn jemand im Browser deinewebsite.de eingibt. Die eigentliche Seite liegt ja nun an einem anderen Platz, nämlich deinewebsite.de/wordpress/. Sie wird erst angezeigt, wenn man das richtige Verzeichnis eingibt. Das kannst du, wie schon erwähnt, mit einer Umleitung umgehen.

Für den Anfang empfehle ich dir die Seite in den Domainordner hineinzuladen.

Achte darauf, dass du wirklich den gesamten Inhalt aus deinem WordPress Verzeichnis hineinkopierst.

Die Datenbank erstellen und hochladen

Erstelle eine neue MySQL Datenbank auf dem Dashboard deines Providers.

Bei 1&1.de* loggst du dich dafür im Dashboard ein und klickst im Menü unter „Meine Produkte“ auf MySQL Datenbank.

Nun kannst du eine neue Datenbank hinzufügen. Notiere dir den Namen der Datenbank, den Benutzernamen und das Passwort. Das brauchst du später um WordPress mit der Datenbank zu verbinden.

Logge dich jetzt in deine neu erstellte Datenbank ein. Klicke auf Importieren und wähle das zuvor heruntergeladene Datenbank-File mit der Endung .sql aus.

Die Datenbank-Einträge mit der richtigen Domain verbinden

Nun musst du in deiner Datenbank die Einträge mit deiner neuen/echten Domain verknüpfen.
In der Liste wp_options musst du die Einträge siteurl und home auf deine Domain umbenennen.
Klicke dazu einfach auf den Eintrag und schreibe die richtige Adresse hinein.

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Deine Datenbank besteht aus Listen, in denen alle Bilder etc. die in Posts und Seiten verwendet werden, mit einer genauen Adresse verknüpft sind. Diese Adressen müssen jetzt von der localhost Adresse auf deine Domain verändert werden.

Dafür kannst du ein Script ausführen mit dem alle Einträge auf einen Streich umgeschrieben werden.

Klicke dazu auf SQL und schreibe diesen Code in das Eingabefenster.

UPDATE wp_posts SET post_content = REPLACE(post_content, 'localhost/deinewebsite/', 'deinewebsite.de/');

Bestätige mit OK. Nun sind alle Einträge, die in Posts verwendet werden, in deiner Datenbank auf die aktuelle Domain korrigiert.

WordPress mit der Datenbank verknüpfen

Wenn du jetzt versuchst deine Seite im Browser zu öffnen, bekommst du die Fehlermeldung Error Establishing Database Connection.

Das liegt daran, dass wir im wp_config.php file unseres WordPress-Verzeichnis noch die richtige Datenbank verknüpfen müssen.

Verbinde dich über deinen FTP Client mit dem Webspace und suche das File wp_config.php. Klicke auf Bearbeiten und korrigiere die Datenbank Angaben.

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Logge dich nun in deinem WordPress Dashboard ein und gehe auf Einstellungen->Allgemein drücke nun auf Speichern. WordPress korrigiert nun automatisch alle anderen Verknüpfungen.

Als letztes gehst du noch zu Einstellungen->Permalinks und nochmal auf Speichern, um die Adresseinstellungen der Seiten und Posts zu korrigieren.

Wenn du alle Schritte richtig befolgt hast, kannst du nun deine Seite im Internet bewundern und mit der ganzen Welt teilen!

Ich hoffe dir hilft dieses Tutorial. Wenn ja, dann freue ich mich über ein Kommentar und wenn du den Beitrag teilst!

Viel Erfolg und alles Gute,
Alex

About the Author Alex Hammerschmied

Der Mensch lebt im Durchschnitt 75 Jahre. Ich bin jetzt 33. Also habe ich noch ca die Hälfte meines Lebens Zeit, genau das zu machen was ich in Wirklichkeit machen will. Um damit anzufangen, musste ich zuerst einen Hörsturz erleiden. Ein Breakdown der anderen Art. Meine Therapeutin fragte mich damals was ich in meinem Leben erreichen will. Ich wusste es nicht. Seit dem mache ich nur mehr das was ich liebe und helfe anderen Menschen dabei das gleiche zu tun! Dein Leben ist heute! #growindependent

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