Lebens– und Arbeitswelt 4.0 – Arbeitsmodelle und Kompetenzen.

Lebens– und Arbeitswelt 4.0 – Arbeitsmodelle und Kompetenzen.

Die neuen, sich ständig weiterentwickelnden technologischen Möglichkeiten und Innovationen, der Wandel der Generationen und deren Werte, neue Modelle der Arbeit und des Zusammenseins – die Lebens- und Arbeitswelt 4.0 eröffnet viele, teilweise noch unbekannte Chancen und bringt gleichzeitig so einige Herausforderungen mit sich.

Unsere Lebens- und Arbeitsweise ist im Wandel. Unsere Berufe, Businessideen und Businessmodelle sind im Wandel.

Welche Lebens- und Arbeitsmodelle sind es aber, die sich mit den Werten der Generation Y vereinbaren lassen? Und welche Kompetenzen ist es sinnvoll sich in der volatilen und schnellen Arbeitswelt 4.0 anzueignen?

Arbeitswelt 4.0 – Warum sind die neuen Arbeitsmodelle richtig cool?

Der typische „nine to five“ Arbeitstag gehört immer mehr der Vergangenheit an. Er lässt sich mit unseren Erwartungen und Einstellungen einfach nicht mehr vereinbaren. Die starren Arbeitszeiten und die Anwesenheitspflicht werden durch Ergebnisorientierung und Eigenverantwortung ersetzt. Wie man mit den Herausforderungen von diesem autonomen Arbeiten am besten zurechtkommt, beschreibe ich in diesem Beitrag.

Die Flexibilität orts- und zeitunabhängig zu arbeiten bringt viel Positives mit sich. Unsere Produktivität und Innovation steigt nämlich nicht linear mit der aufgewendeten Zeit. Unsere Produktivität und Innovation hängt von individuellen (circadianen) Rhythmen, allgemeiner Balance und Zufriedenheit im Leben, vorhandenen Energie-Levels und der Umgebung ab. Und die Freiheit unsere Arbeitszeit, die zu erledigenden Aufgaben und generell das gesamte Leben nach eigenen Wünschen zu gestalten, hat auf all diese Faktoren einen essentiellen Einfluss.

Orts- und zeitunabhängig Arbeiten:

Zwischen Home-Office und „hardcore“ Digitalen Nomaden, die ihren fixen Wohnsitz ganz aufgegeben haben, gibt es noch so einiges dazwischen. Je nachdem was du gerade machst, wie du dich fühlst und was du brauchst – du kannst:

  • bei dir Zuhause arbeiten,
  • dich in ein ruhiges Cafe setzen,
  • in deinem Büro deine Arbeitskollegen treffen,
  • in einen Co-Working Space gehen,
  • in der Flughafen-Lounge Business Gespräche führen,

oder je nach Lust und Laune

  • mal von Berlin, mal von Bali aus deine Aufträge erledigen.

Wann und wie du deine Aufgaben erledigst, entscheidest auch du selbst. Mal sitzt du den ganzen Tag vorm Laptop, weil du dich gerade von dem spannenden Projekt gar nicht losreisen kannst. Mal machst du „nur“ 2-3 Power-Sessions (mehr dazu im kommenden Beitrag), dafür intensiv und konzentriert. Und mal gehst du nach der Mittagspause 2h Surfen und widmest dich am Nachmittag weiter deiner Arbeit…

Die Bandbreite an Möglichkeiten wann, wie und wo du deine Arbeit erledigst, ist ziemlich groß. Und natürlich hängt vieles nach wie vor von deinem aktuell ausgeübten Beruf ab. Aber… mit Menschen (auch mit Vorgesetzten) kann man sprechen. Eigene Wünsche und Vorstellungen darf und soll man artikulieren. Das Arbeitsfeld, in dem man tätig ist, kann man auch entsprechend anpassen oder sogar wechseln.

Arbeitswelt 4.0 – Welche Kompetenzen sind noch brauchbar?

Die flexible Arbeit ermöglicht uns die lang ersehnte Freiheit. Sie setzt aber auch eine Menge an Selbstdisziplin, smarter Planung und Eigenverantwortung voraus.

Die gefühlt immer schneller voranschreitende Welt bietet viele neue Möglichkeiten. Sie macht aber gleichzeitig das schon gelernte oft überflüssig und verlangt von uns lebenslanges (weiter-) lernen.

Im Laufe dieser Entwicklung werden viele Tätigkeiten und Berufe redundant. Wir brauchen aber keine Angst davor zu haben, dass uns die Arbeit ausgeht. Im Laufe dieser Entwicklung entstehen erfahrungsgemäß auch neue Bedürfnisse und neue Probleme müssen gelöst werden. Es kommen Berufe und Arbeitsmöglichkeiten in Sicht, von denen vor ein paar Jahren nicht mal wer geträumt hätte…

Welche Skills macht es also Sinn sich anzueignen? Welche Kompetenzen brauchen wir, um in dieser Arbeitswelt 4.0 mitkommen zu können?

1. Lebenslanges Lernen

Einen Beruf zu erlernen oder ein Studium abzuschließen ist nicht das Ende unserer Bildung. Ganz im Gegenteil, es ist der erste Schritt auf dem Weg zum lebenslangen Lernen. Je vielfältiger unsere allgemeine Ausbildung, je stärker unsere Fähigkeit sich weiterzuentwickeln und vor allem je größer unsere Freude am Lernen, desto bessere Chancen haben wir in der volatilen Lebens- und Arbeitswelt 4.0.

Ich teile die Welt nicht in Starke oder Schwache, nicht in Erfolgreiche oder Versager auf… Ich teile die Welt in Lernende und nicht Lernende auf.“ – Benjamin Barber

Diese Einstellung kommt direkt aus dem Growth Mindset. Aus dem Mindset, dass alle großen Persönlichkeiten auszeichnet! Denn Menschen, die lernen entwickeln sich weiter und wachsen. Das bestimmt ihren Erfolg und ihre Erfüllung im Leben.

Genauso bestimmt auch dein Mindset deine Fähigkeit zum Lernen, deine Freude am Tun und folgend deinen Erfolg und deine Erfüllung im Leben.

2. Kommunikation

Wo verschiedene Menschen von unterschiedlichen Orten aus, zu unterschiedlichen Zeiten und oft mit unterschiedlichen Backgrounds, an gemeinsamen Projekten arbeiten, werden die Kommunikations-Skills wichtiger denn je.

Auch wenn die schnelle und direkte digitale Kommunikation für uns selbstverständlich ist, auch wenn die Kommunikations- und Social-Tools immer besser werden – „verstehen und verstanden werden“ ist und bleibt eine Herausforderung.

Gedacht ist nicht gesagt. Gesagt ist nicht gehört. Gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht akzeptiert.

Folgende Fähigkeiten sind die grundlegenden Kommunikations- Kompetenzen, die wir alle beherrschen und regelmäßig üben sollten:

  • Anderen aktiv und bewusst Zuhören,
  • Bedürfnisse anderer wahrnehmen,
  • Auf Bedürfnisse anderer reagieren,
  • Eigene Bedürfnisse klar und deutlich artikulieren,
  • Fragen statt mutmaßen.

Nur so werden wir gemeinsam ans Ziel kommen. Nur so werden wir uns gegenseitig helfen. Nur so werden wir miteinander und voneinander lernen. Und nur so werden wir Netzwerke aufbauen, die uns in der großen, schnellen und sich ständig verändernden Lebens- und Arbeitswelt 4.0, Halt, Sicherheit und Geborgenheit geben können.

3. Flexibilität

Flexibilität ist eine der Eigenschaften, die der Menschheit nicht nur das Überleben, sondern auch den Fortschritt ermöglicht hat.

Gerade wenn man glaubt etwas ganz sicher zu wissen, muss man sich um eine andere Perspektive bemühen.“ – aus dem Film „Der Club der toten Dichter“

Flexibilität bedeutet:

  • Anpassungsfähigkeit an wechselnde Umstände
  • Offenheit für Neues
  • Ja zu Veränderungen

Ob es ein unerwarteter Fehler, ein Verlust, die Änderung der eingeschlagenen Richtung oder eine sich plötzlich eröffnende Chance ist – wir müssen darauf reagieren können. Wir müssen fähig sein eine Entscheidung zu treffen, entsprechend zu handeln und weiter unseren (angepassten oder neuen) Weg zu gehen.

Stur beim alten zu bleiben spart uns zwar (anfänglich) die Hürden einer Veränderung und „hütet“ uns davor die Komfortzone zu verlassen, aber in der weiteren Folge hindert dieses Verhalten unsere Entwicklung und macht ein erfülltes Leben unmöglich.

Flexibilität darf allerdings nicht mit einer Fremdsteuerung verwechselt werden…

4. Selbstkompetenz

Selbstkompetenz ist eine Palette an Fähigkeiten, die uns erlauben sich selbst bewusst zu sein und mit sich selbst so umzugehen und in unserem Leben so zu handeln, dass man zufrieden ist. Dazu gehören u.a. Fähigkeiten wie:

Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen.“ – Sokrates

Selbstkompetenz erlaubt uns sowohl die neuen Möglichkeiten wie auch die dafür notwendigen Anforderungen oder Einschränkungen wahrzunehmen. Mit Selbstkompetenz sind wir im Stande das Wahrgenommene durchzudenken und anschließen eine für uns passende Entscheidung zu treffen. Selbstkompetenz ermöglicht uns somit die eigenen Talente zu entfalten, eigene Ziele zu setzen, smarte Pläne zu erstellen und nach unseren eigenen Vorstellungen zu handeln.

Den, für unsere stetige Weiterentwicklung und das Wohlbefinden, notwendigen Halt bekommen wir in erster Linie auch von uns selbst. Die Lust und der Wille zur Realisierung eigener Träume kommt direkt von unserem Inneren. Und die grundlegende Zufriedenheit in unserem Leben setzt voraus, dass wir auf uns selbst schauen können.

All das ist nur mit der Entwicklung der Selbstkompetenz möglich. Und All das eröffnet uns die Tore zu Glück, Erfolg und Erfüllung in der Lebens- und Arbeitswelt 4.0.

Die Lebens- und Arbeitswelt 4.0 – deine Welt.

Die Arbeitswelt 4.0 ist eine spannende Welt voller Möglichkeiten. Wir dürfen nur nicht aufhören an unserer Kompetenz zu arbeiten. Und das was zu unserer Kompetenz gehört, unser Mindset und unsere Skills, wächst und wird im Laufe der Zeit stärker!

Alles Liebe,

Deine Natalia

About the Author Natalia Dziadus-Hammerschmied

Am liebsten schmiede ich neue Pläne: eines Office-Buildings, einer Marketingstrategie, eines Websitekonzepts... Dabei lerne ich ständig Neues und diese Herausforderungen machen mich lebendig! In der Zwischenzeit schreibe ich darüber, wie sich mein Leben dadurch verändert und wie mich das glücklich macht :)

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