Entscheidungen treffen: Was soll ich machen?

Entscheidungen treffen: Was soll ich machen?

Als ich 17 Jahre alt war, habe ich es schon fix gewusst – ich werde Architektin! Ich habe mich zwei Jahre auf die Aufnahmeprüfung fleißig vorbereitet, in Krakau und Wien studiert, das Studium erfolgreich abgeschlossen, 7 Jahre Arbeitserfahrung gesammelt und jetzt… „alles über den Haufen geworfen“ und was ganz anderes angefangen.

Solche Entscheidungen zu treffen ist nicht einfach. Oft habe ich mich dabei gefragt: Darf ich das überhaupt? Macht das Sinn? Ist das klug, was ich da mache? Und wenn ich das alte wegwerfe, was soll ich dann machen?

Der Druck von außen ist immens und die Angst vor dem Neuen, Unbekannten und Unsicherem lähmend. Trotz der Fülle an Möglichkeiten leiden wir gefühlsmäßig am Mangel an Perspektiven. Warum? Einerseits, weil die riesige Auswahl einfach überfordern ist. Und das macht Entscheidungen treffen echt schwer. Anderseits, weil wir uns selbst nicht kennen, unsere eigenen Fähigkeiten zu großem Teil unterschätzen und uns für viele Möglichkeiten gar nicht öffnen wollen.

Wer bin ich? – Ist das große Thema, das Hand in Hand mit den Fragen:

  • Was soll ich machen?
  • Was will ich werden?

geht.

Nur warum bloß ist es oft so schwer, Antworten auf diese Fragen zu finden?

Das geht nicht. Ich muss doch…

Pflichtbewusst zu sein ist eine Tugend. Es ist aber oft genauso ein Fluch und ja… auch eine gute Ausrede.

„Ich muss in meiner Heimatstadt bleiben und beim Familienbusiness helfen. Ich kann jetzt nicht einfach so eine lange Weltreise machen.“ Oder „Ich muss dieses Studium noch fertig machen. Sonst war ja das alles umsonst.“ usw…

Natürlich sind deine Entscheidungen abhängig von deinen Prioritäten. Wenn du beim Familienbusiness mit Freude und Überzeugung mitmachst oder deinen Eltern in einer schwierigen Lage eine Zeit lang hilfst, ist es etwas anderes als sich über Jahre täglich dabei zu quälen. Wenn du von deinem Studium ermüdet bist, weil gerade das Semesterende kommt, ist es etwas anderes, als seit Jahren ein Fach zu studieren, das dich überhaupt nicht interessiert.

Was du machst und vor allem aus welchem Grund du es machst, hängt von dir ab. Müssen – tust du gar nichts! Es gibt immer eine Wahl. Und die Entscheidungen zu treffen liegt in deiner Macht.

Aber was sagen andere dazu?

Das einzige wozu du dich wirklich verpflichtet fühlen solltest, ist alles, was du nur kannst dafür zu machen, um dein Leben nach deinen eigenen Vorstellungen von Glück und Erfüllung zu gestalten.

Es gibt so viele verschiedene Arten das eigene Leben zu führen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, was man alles ausprobieren und machen kann. Aber nur wer seinen eigenen Weg geht, kann diese Chancen für sich, sein Glück und seine Erfüllung nutzen. Und:

Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.“ – Marlon Brando

Es gibt nicht nur „das eine, einzige, richtige“ Template, wie man zu leben hat. Das Template, dass du von deiner Familie und deinen Freunden kennst, ist nur ein Template. Eines von vielen möglichen. Sobald du das verstehst, kannst du anfangen dein eigenes Template zu erstellen. Und statt dich damit zu beschäftigen, was die anderen so machen und denken, überlege dir lieber: Wer bin ich? Was will ich? Dann wirst du auch eine Antwort auf die Frage: Was soll ich machen? Finden 😊

Was soll ich machen?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich je hatte, war: nur weil ich etwas jetzt mache, bedeutet das nicht, dass ich es mein ganzes Leben machen muss. Nur weil ich mich jetzt dafür entschieden habe mein Wissen in den Online Trainings der KraftFabrik weiterzugeben, heißt das noch lange nicht, dass ich später in meinem Leben nicht was anderes machen darf.

Die Welt ändert sich schnell. Die Umstände ändern sich schnell. Und dementsprechend ändern uns auch wir, unsere Bedürfnisse und unsere Vorstellungen vom Leben. Vielleicht wolltest du als Jugendlicher ein/e Journalist/in werden und hast angefangen Publizistik zu studieren. Vielleicht hast du jetzt aber entdeckt, du würdest dich gerne als Social-Media-Manager probieren? Vor 10 Jahren gab es diesen Job noch gar nicht…

Denke vorwärts, sei neugierig, probierfreudig und offen für neue Möglichkeiten. Egal ob du bei einer großen Firma angestellt bist, als Freelancer durch die Welt reist oder dein eigens Business aufbaust – alle deine Skills (sowohl die bestehenden, wie auch die zukünftigen) kannst du vielfältig nutzen. (Mehr zu den verschiedenen Geschäftsmodellen erfährst du der Session #5 des KraftAusdruck Podcasts)

Think outside the Box.

Denke außerhalb der fixen Berufsbahnen. Ich habe Architektur gelernt und lange praktiziert. Und ja, ich kann „Häuser bauen“. Ich kann aber auch viel anderes machen! Ich kann planen, managen, organisieren, Strategien und Konzepte entwickeln, Bilder zeichnen, Teams führen, schreiben…

Genauso wie ich kannst auch du deine Skills vielfältig nutzen und deine Beschäftigungen mit der Zeit und nach Belieben ändern.

Und vor allem – du kannst und sollst deine Skills kontinuierlich erweitern!

Lerne für dich.

Egal ob in der Schule, auf der Uni, in einem Seminar, bei einem Praktikum, ein Buch lesend oder in einem Online Training – Um in deinem Leben am Ball zu bleiben, musst du dich konstant weiterentwickeln. Und um in deinem Leben Erfüllung zu finden, musst du dir selbst die Chance geben zu wachsen.

Praktiziere!

Man sagt: Theorie ist gut, Praxis ist besser. Ich finde, dass eine gute Balance aus beidem der Schlüssel zum Erfolg ist. Hol dir immer wieder neuen Input, produziere dann aber auch einen Output. Wenn du nur Bücher über den Business-Aufbau liest, aber nie damit anfängst selbst eines aufzubauen, dann hättest du wahrscheinlich genauso gut einen netten Roman in dieser Zeit lesen können.

Probiere Dinge aus. Überdenke nicht zu viel und mache einfach… Trau dich 😊 Fehler machen und falsche Entscheidungen treffen gehört nun mal dazu. Es ist aber immer besser eine Entscheidung zu treffen und etwas zu machen, als gar nichts zu tun und in einer Art Theorie-Ohnmacht und Entscheidungs-Unfähigkeit zu verweilen.

Lerne von und mit anderen.

Je nachdem was du lernen möchtest – stehen dir verschieden Möglichkeiten offen. Egal aber, ob du gerade deine Erfahrungen in einer großen Firma sammelst, von Zuhause aus Direktaufträge erledigst oder dein eigenes Business aufbaust – lerne mit und von anderen. Suche nach Menschen, von denen du lernen kannst – in deinem Arbeitsumfeld, in deiner Freizeit, in der Bibliothek und auf Youtube. Und umgebe dich mit Menschen, die selbst einen Drang zu Weiterentwicklung haben.

Ich bin ich

Und du bist du. Ich glaube, dass du, genauso wie ich und wie alle anderen auch – wir alle werden uns immer wieder fragen: Was soll ich machen? In der sich ständig ändernden Berufswelt wird die Antwort auf die Frage:

  • Was will ich werden?

Auch nicht mehr schon in der Kindheit festgelegt und bis ans Ende des Lebens im Stein gemeißelt sein…

Ich glaube es gibt hier nur eine Möglichkeit sich nicht verrückt zu machen und das eigene Leben einfach zu erleben. Schaue immer wieder tief in dich hinein und überlegen dir: wer bin ich? Nicht allgemein und nicht für immer – wer bin ich jetzt?

Lass dich aber von dieser auch Frage nicht lähmen, nur weil du keine fixe Antwort jetzt sofort finden kannst. Traue dich Entscheidungen zu treffen, traue dich Dinge einfach zu machen und auszuprobieren – auch wenn sie im ersten Moment sinnlos und unpassend erscheinen. Nur wenn du dich traust etwas zu machen, wirst du in deiner Entwicklung weiterkommen. Und nur wenn du dich traust etwas zu machen, wirst du so richtig viel erleben, erfahren und lernen!

 

Ich freue mich, dass du diesen Artikel gelesen hast und wünsche dir viel Kraft und Leidenschaft bei allem, was du tust 🙂

Deine Natalia

About the Author Natalia Dziadus-Hammerschmied

Am liebsten schmiede ich neue Pläne: eines Office-Buildings, einer Marketingstrategie, eines Websitekonzepts... Dabei lerne ich ständig Neues und diese Herausforderungen machen mich lebendig! In der Zwischenzeit schreibe ich darüber, wie sich mein Leben dadurch verändert und wie mich das glücklich macht :)

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