Die minimal funktionierende Website

10 Schritte zum Online Erfolg. Die minimal funktionierende Website

Es ist soweit! Du hast dich dazu entschieden deinen eigenen Blog zu starten, eine fancy Brand-Page aufzubauen, mit Affiliate Marketing durchzustarten oder mit deinem ersten Onlineshop live zu gehen... Du brauchst eine Website, weißt aber nicht wo du anfangen sollst? Was musst du beachten? Und noch wichtiger: was solltest du nicht machen, wenn du ein neues Projekt startest? In diesem Artikel gebe ich dir 10 Schritte zum erfolgreichen Aufbau deines ersten Web-Projektes!

Um mit deinem Projekt gleich durchzustarten, haben wir dieses Training für dich!

Schritt 1 – Die Webpräsenz

Wer im Web nicht existiert, existiert für den Kunden nicht.

Der Auftritt im Web ist heute viel mehr als nur eine eigene Website.

Die große Mehrheit aller Kunden recherchieren heute vor dem Kauf im Internet. Dafür ist es wichtig, auf so vielen Kanälen wie möglich das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung zu bewerben und vorzustellen.

Dazu gehören:

  • Die eigene Website
  • Newsletter
  • Social Media (Facebook, G+ und Co.)
  • Portfolio Seiten (500px, etc.)
  • Online-Branchen-Verzeichnisse
  • Online Marktplätze

Je mehr Kanäle – desto höher die Reichweite.

Viele Kanäle gleich von Anfang an gut zu bedienen ist allerdings nicht einfach. Es gibt unzählige Corporate-Blogs, die aus ~3 Beiträgen bestehen. Zwar mit viel Enthusiasmus angefangen, schnell aber, oft aus Zeitmangel, nicht mehr weitergeführt. Das macht weder einen guten Eindruck auf die SeitenbesuchInnen, noch hilft es dir beim Google Ranking aufzusteigen.

Baue deinen Online Auftritt sukzessive auf. Fange mit einer guten Startseite an. Erweitere dann Schritt für Schritt deine Website mit einem Blog, weiteren Landingpages und einer Präsenz auf Facebook und Co.

Dieser Aufbau braucht Zeit. Und Ausdauer ist dabei das wichtigste! Wer Ausdauer hat und beharrlich weiter an den einzelnen Kanälen arbeitet, wird Erfolg haben.

Dafür ist kein Wunder verantwortlich, sondern die steigende Qualität der eigenen Beiträge und das wachsende Verständnis wie das Internet und (Online-) Marketing funktioniert.

Wir befassen uns in diesem Artikel mit dem WICHTIGSTEN Standbein der Webpräsenz – der eigenen Website. Das ist dein eigenes Geschäft. Deine Auslage. Deine Homebase. Von hier geht alles aus.

Schritt 2 – Die Wunschwebsite vs. Realität

Zu Beginn eines neuen Projekts ist es immer das selbe:

Die Website soll die so genannte „Eier legende Woll Milch Sau“ sein:

  • Top-Design
  • Unzählige Informationsseiten
  • Zum Kauf verlockende Produktseiten
  • Blog
  • Support Center
  • Chat-Fenster
  • etc.

Das ist am Anfang weder möglich (für die meisten), noch notwendig.

Du musst verstehen, dass deine Website EIN klares Ziel verfolgt.

Die Wunsch-Website ist so gut wie NIE sinnvoll für das anfängliche Ziel.

Schritt 3: Die Bestandteile der Wunsch-Website:

Die Wunsch-Website besteht meistens aus:

  • Startseite/Markenseite
  • weitere Landingpages
  • Blog
  • Online-Shop
  • diverse Informationsseiten
  • ...

Erkenne die Bestandteile deiner Wunsch-Website und notiere dir jeden einzelnen. Welche Teile davon können deine (Geschäfts-)Idee gut unterstützen? Wie kannst du diese benutzen? Musst du alle gleich von Anfang an in deine Website einbetten oder sind mache eher Zukunftsmusik?

Was bringt dir/deinem Projekt z.B. ein Chatfenster? Verlangen das deine Seitenbesucher unbedingt oder ist es momentan eher ein „nice to have“?

Für den Anfang ist vor allem eines wichtig:

Schritt 4: Was braucht deine Website am Anfang?

Diese Frage ist mit Abstand die wichtigste die du dir stellen musst.

Was ist deine Kernkompetenz?

Erkenne WAS du machst. Was ist das, was du vermitteln willst? Was ist dein Produkt? Was ist dein Thema? Was ist der Mehrwert, den du deinen Kunden bringst?

Nimm dir einen Stift und Papier (nicht den Laptop) und schreibe alles auf, was du machst. Filtere anschließend aus:

Was ist das wichtigste, was du zu bieten hast? Womit willst du beginnen, deine Kunden anzusprechen?

ARBEITE DIESE EINE, WICHTIGSTE SACHE HERAUS - MIT DER STARTEST DU DEINE WEBSITE!

Alles andere kommt später.

Hier ein paar Beispiele, mit welcher Website, du bei bestimmten Kompetenzen anfangen kannst:

  • Coach, Trainer:
    • Startseite + Anmeldemöglichkeit für Termine (Beratung, Seminare)
  • Reisejunkie, Hobbykoch:
    • Blog
  • Maker (Schmuck, T-Shirts...):
    • Onlineshop
  • Designer, Fotograf:
    • Portfolio
  • usw...

Finde heraus: Was ist das Allernotwendigste, um deiner Zielgruppe zu zeigen, was du tust?

Erkenne deine Kernkompetenz!

Im KraftAusdruck Podcast sprechen wir in hier darüber wie du deine Kernkompetenz findest.

Sobald es klar feststeht, was die EINE Sache ist, mit der du deine Online-Präsenz beginnst, musst du deine kleinstmögliche Zielgruppe definieren!

  • Definiere die (minimale) Zielgruppe
  • Sprich deine Zielgruppe an
  • Erwecke ein Bedürfnis
  • Biete die Lösung an

Was ist deine minimale Zielgruppe

Sei dabei so Präzise wie möglich und schränke deine Zielgruppe ein, wo du nur kannst. Je genauer deine Vorstellung ist, desto besser kannst du sie ansprechen.

Hier ein Bsp:

Es ist leichter männliche Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 mit kurzen Haaren anzusprechen, als Männer Frauen und Kinder zwischen 3 und 80 die einen feschen Haarschnitt wollen. (ich glaube du verstehst was ich meine ;))

Wenn du die Attribute deiner Zielgruppe kennst, kannst du sie auch leichter ansprechen:

Du bist männlich, zwischen 16 und 18 Jahre jung und hast kurze Haare?

Erwecke danach das Bedürfnis:

Hole dir die Trendfrisur des Sommers! Falle den Mädels auf in der Disco, im Freibad und am Strand!

Und zum Schluss bietest du die Lösung an:

Sichere dir jetzt den Termin für deine perfekte Frisur. Wenn du dich beeilst, zahlst du nur 14,90€. Nur bei uns im Salon XYZ.

Du siehst anhand des Beispiels, wie klar du ein Bedürfnis erwecken und eine Handlungsaufforderung erzeugen kannst.

Das ist der primäre Sinn deiner Website!

Egal ob Blog oder Shop oder Firma. Aufgabe der Website ist IMMER eine Handlungsaufforderung zu erzeugen.

Zu welcher Handlung du die Menschen bewegst, ist natürlich unterschiedlich. Um das allerdings effektiv zu machen, brauchst du erstmal ein gutes Konzept!

Schritt 5: Das Konzept

Dabei scheitern die meisten. Ich bin bei meinen ersten gefühlten 50 Seiten klaglos gescheitert.

Beim Konzept zählt Konsequenz.

Natalia ist bei uns zum Glück diejenige, die mich zurückhält und mir immer wieder klarmacht:

Zuerst skizzieren wir das Konzept und denken die User-Journey durch. Dann darfst du dich im Webdesign austoben und die Seite bauen.

Und genau das will ich dir mitgeben:

Nimm dir die Zeit dich hinzusetzen und auf A4 Papier dein Konzept einfach aufzuzeichnen. Step by Step. Was sieht der Seitenbesucher als Erstes? Was weckt seine Aufmerksamkeit? Wie bewegt er sich auf der Seite? Was passiert, wenn er auf einen Button klickt? Usw.

Denke alle möglichen Varianten durch. Erstelle eine klare, einfache und vor allem zielführende User-Journey!

Und aus meinen 8 Jahren Architektur kann ich dir eines sagen:

"Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“ – Antoine de Saint-Exupéry

Alle Elemente die, „noch dieses eine Ding“ zeigen und „noch diese andere Sache“ darstellen, sind eine Ablenkung für deine Nutzer.

Es ist wichtig in diesem Stadium klare Prioritäten zu setzen! Die anderen Punkte wirst du später in deiner Seite und deinem Angebot einbauen können. Fange aber mit dem EINEN, wichtigsten an!

Schritt 6 – Die Wahl der richtigen Software

Wenn du unseren Blog schon länger ließt, oder eines unserer Trainings gemacht hast, weißt du welche Software wir verwenden und jedem empfehlen.

Ich habe einige Systeme ausprobiert. Angefangen von der selbst programmierten Website (HTML, JS und CSS) bis hin zu den verschiedensten Blog- und Baukastensystemen.

Der klare Sieger ist jedoch nach wie vor WordPress. Und zwar das Original von wordpress.org

Was spricht für WordPress?

  • Kostenlos
  • OpenSource – dh., jeder kann und darf dazu programmieren was er/sie will oder braucht.
  • Große und hilfsbereite Community
  • keine Programmierkentnisse notwendig
  • keine teuren Webentwickler notwendig
  • Vielfältig einsetzbar – riesengroße Auswahl an Themes, Plugins und anderen Erweiterungen - sehr viel davon auch kostenlos
  • Grenzenlos erweiterbar – im Gegensatz zu Baukastensystemen

Nirgends sonst bekommst du so viele zahlreiche Möglichkeiten, deine Website beliebig nach deinen Bedürfnisse auszubauen, ohne etwas dazu zu zahlen.

Ein Onlineshop, z.B., stellt für die meisten Plattformen ein großes Problem dar. Mit WordPress ist das mit der Installation eines einzigen(!) Plugins erledigt. Und das kostenlos. Ohne Aufpreis.

Cool, nicht?

28% des gesamten Internets ist mit WordPress gebaut (zb. Die Seiten von Vogue, New York Times, Mercedes...)

Es gibt keinen Haken.

Das einzige was du brauchst, um loszulegen, ist:

  • eine Domain und
  • ein Webspace
  • Wir haben unsere Domains alle bei all-inkl.com* gehostet.

Egal für welches System du dich entscheidest, mit WordPress ist es günstiger und leichter. Ganz gleich wie komplex deine Seite in Zukunft werden wird.

Ich glaube, du siehst eine klare Empfehlung meinerseits, was die Software betrifft 😉

WordPress darfst du aber nicht mit dem Service von WordPress.com verwechseln!!!

Dort bekommst du keine „normale“ WordPress Website. Du hast bei weitem nicht die Möglichkeiten die WordPress bietet. Du darfst z.B. fast keine Plugins installieren.

WordPress.com ist nur dann ratsam, wenn du nur Bloggen und deine Seite nicht monetarisieren (damit Geld verdienen) willst.

Schritt 7 – Die ersten Schritte zu jeder Website

  • Domain registrieren – z.B. hier bei unserem Lieblinghoster*
  • WordPress herunterladen und installieren – bei vielen Anbietern geht es schnell uns kostenlos mit einer 1-Klick Installation!
  • Grundeinstellungen machen – die Permalink-Struktur einrichten, Benutzerkonten und Email-Adressen einrichten, etc.
  • Wichtigste Plugins installieren - Spamschutz, Statistik-Tools, SEO-Plugin, Social Media Erweiterungen, etc...
  • Rechtliche Angaben – das Impressum, die Datenschutzerklärung und der Cookie-Hinweis müssen auf jede Website
  • und dann - die minimal funktionierende Website aufbauen!

Hier findest du eine Zusammenstellung der wichtigsten Tools und Plugins für deine perfekte Website!

Schritt 8 – ein Beispiel für eine minimal funktionierende Website

Vor kurzem haben Natalia und ich für eine Kundin eine minimal funktionierende Website gebaut. Was du auf dieser Seite findest ist auf das absolute Minimum reduziert.

Das Ziel der ersten gemeinsamen Besprechung war herauszufinden, was Sie macht, was ihre Kernkompetenz ist und welche Zielgruppe sie vorerst ansprechen will.

Mit diesen Infos haben wir die User-Journey für die Website geplant.

  • Wie bewegt sich der Besucher/in auf ihrer Website
  • Worauf wird er/sie aufmerksam
  • Was löst der Call-to-Action aus – (was passiert wenn er/sie auf einen Anmelde-, Kauf-, Terminvereinbarung... Button klickt)

Sobald die User Journey klar war, haben wir das erste Konzept für die Website erstellt und anhand dessen die minimal funktionierende Website in WordPress aufgebaut!

Edit vom 7.5.2018: Die Seite ist wieder im Wartungsmodus, weil sie "nicht perfekt" ist (selbstständige Entscheidung der Kundin). Aber eine Website wird nur "perfekt" wenn man daran arbeitet. Die Website ist ein Mitarbeiter des eigenen Business und nur durch Testen und Analyse der Seiten, Buttons und Blogbeiträge kann man sie besser machen!

Die Website wurde vollkommen kostenlos aufgebaut:

  • mit einem kostenlosen Theme
  • mit kostenlosen Plugins
  • Verbunden mit dem kostenlosen Mailservice von Mailchimp - (bis 2000 Subscribers kostenlos)
  • Mit kostenlosen Bildern – Pixabay und selbstgemachte aus unserem (Home-)Studio.

Auf diese Punkte haben wir bei der Erstellung der Website besonderen Wert gelegt:

  • Erkennen der eigenen Kernkompetenz
  • Definition der minimalen Zielgruppe
  • Direkte Ansprache der Zielgruppe
  • Bedürfnis Erweckung
  • Lösungsangebot
  • Klare User Journey vom Bedürfnis zur Lösung

Damit du deine MFW bauen, und dein Angebot ohne Ablenkung präsentieren kannst ist es absolut notwendig diese Punkte zuerst herauszuarbeiten.

Schritt 9 – Die Zutaten für die minimal funktionierende Website

  • Kern deiner Tätigkeit +
  • kleine Zielgruppe +
  • passende Website-Form +
  • einfaches, gut überlegtes Konzept +
  • WordPress

=

  • die minimal funktionierende Website

Schritt 10 – Umsetzung

Bei der Umsetzung lohnt es sich nach Plan vorzugehen. Wer erst den Plan ausarbeitet und sich beim Aufbau der Seite daran hält, gewinnt Zeit und hat am Ende eine Seite die logisch aufgebaut ist und gut funktioniert.

Jede Änderung sollte man sich mindestens 2 Mal überlegen. Vom Plan abweichen, bedeutet nicht nur, dass die Seite später online geht, sondern vor allem, dass sie später für dich zu arbeiten beginnt!

Das beste System nutzt dir nichts, wenn es nicht online ist. Der beste Sales-Funnel verkauft nicht, wenn ihn niemand betreten kann.

Stelle deine Seite am Anfang in der minimal Version online. So kannst du herausfinden, was deine Zielgruppe will und was sie am meisten anspricht. Ohne diese Informationen macht es keinen Sinn am Design und Inhalt der Website zu schrauben. Riesengroße Webstrukturen aufzubauen die nur vielleicht angenommen werden ebenso. Fange klein an, teste und entwickle dann weiter.

Natalia und ich haben es viel zu lange herausgezögert, um mit unserer ersten Seite zu starten. Wir haben sie ewig bearbeitet, gestaltet, Grafiken gezeichnet, Bilder geschossen und Beiträge geschrieben. Nur um nach wochenlanger Arbeit festzustellen, dass wir mit der liebevoll aufgebauten Website unsere Zielgruppe überhaupt nicht erreichen!

Sei schlau, profitiere von unseren Erfahrungen und starte dein Projekt von Anfang an richtig. Weniger ist auch hier wieder mehr!

Ich wünsche dir dafür das Allerbeste!

Wie du WordPress benutzt, um deine perfekte Website zu bauen, lernst du in den KraftFabrik Trainings! Hier kommst du zur Trainingsübersicht und hier kannst du Mitglied werden.

Was sind deine Erfahrungen mit „minimal funktionierenden Websites“?
Wie ist deine Herangehensweise?
Wie machst du deine Projekte?
Ich interessiere mich für deine Meinung sehr! Schreibe mir und stelle alle Fragen, die du hast in den Kommentaren!

Liebe Grüße,
Alex

About the Author Alex Hammerschmied

Der Mensch lebt im Durchschnitt 75 Jahre. Ich bin jetzt 33. Also habe ich noch ca die Hälfte meines Lebens Zeit, genau das zu machen was ich in Wirklichkeit machen will. Um damit anzufangen, musste ich zuerst einen Hörsturz erleiden. Ein Breakdown der anderen Art. Meine Therapeutin fragte mich damals was ich in meinem Leben erreichen will. Ich wusste es nicht. Seit dem mache ich nur mehr das was ich liebe und helfe anderen Menschen dabei das gleiche zu tun! Dein Leben ist heute! #growindependent

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  • […] Wenn du tiefer in die Materie „Blog“ und „Websites mit WordPress“ eindringen willst, dann habe ich auch noch diesen Artikel für dich: 10 Schritte zum Online-Erfolg. Die perfekt funktionierende Website […]

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