Die Arbeitslüge und wie du Zeit sinnvoll nutzt

Unsere Gesellschaft wird von Arbeit dominiert. Du richtest deinen Alltag nach dem Beruf aus. Die Freizeit stellst du hinten an und du verbringst die meiste Zeit deines Lebens an Orten in die du im Privatleben keinen Fuß setzen würdest. An einem bestimmten Standort zu arbeiten ist eine Verpflichtung, der sich fast alle Menschen unwissentlich unterwerfen. Dadurch entsteht ein Teufelskreis den man vermeiden kann. Das muss so nicht sein. Wie du die schleichende Resignation vermeidest lernst du hier:

Zwei Lebenskonzepte:

1. Das “Entscheide Dich” Schema oder auch „Arbeit als Beschäftigung“

In der Schule wird uns erklärt die Berufswahl sei bindend und wir sollen genau überlegen welche Tätigkeit uns gefalle, und was wir später, wenn wir groß sind, werden wollen.

”Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.”
Albert Einstein

Wenn man es auf diese Weise betrachtet, ist der Ansatz aus der Schulzeit auch logisch. So erklärt man Kindern (und auch Erwachsenen) wie sie mit der Zukunft umgehen sollen: Du machst immer das am besten, was dir am meisten gefällt. Expertise kommt mit der Zeit. Je länger du dich mit einem Thema beschäftigst, desto mehr weißt du darüber. Der zweite Punkt wird uns jedoch oft verschwiegen und daraus resultiert Frust und Langeweile. Und wieso solltest du dich für immer mit einer Sache/einem Thema beschäftigen? Hier erklärt sich der Frust unserer Gesellschaft. Viele trauen sich nicht mehr, die Komfortzone zu verlassen, die mit den Jahren entsteht. Was ist jedoch für die Vermeidung von Langeweile und die Zielerfüllung wichtiger: Komfort oder Mut zur Veränderung?

Wie geht es dir? Langweilst du dich schon in der Arbeit oder schaust du über den Tellerrand?

2. Das “Entwickle Dich” Schema oder auch „Arbeit um Ziele zu erreichen“

Besiege deinen Schweinehund! Das hast du sicher schon oft gehört. Aber es ist wahr. Was zählt, ist letzendlich nur was du tust. Worüber du redest, zählt nicht.

Wer Erfolg will, muss zum Scheitern bereit sein! Nur wer wagt, gewinnt!

Beschäftige dich mit Themen die dich interessieren, die du schon immer machen wolltest. Nur so kannst du herausfinden was du am besten kannst und womit du einen Teil(!) deiner Zeit verbringen solltest. Wichtig ist hier die Augen offen zu halten und nach neuen Zielen und Trends ausschau zu halten. Vieles womit du Geld verdienen kannst ist so neu, dass es in deiner Schul- oder Ausbildungszeit noch gar nicht da war. Daher: Bleib am Ball! Wenn es um Existenz geht ist klar, dass (kein) Geld die größte Hemmschwelle ist. Darum musst du dich nach einer Methode umsehen die deine Ideen zu Geldquellen machen. Egal für was du dich entscheidest, du musst es lieben an deinen Zielen zu arbeiten. Und das wichtigste ist:

Benutze deine Zeit als ob sie dir nie wieder zur Verfügung stehe.

Wäge stets ab, ob du deine Zeit mit etwas verbringst, was dich deinem Ziel näher bringt oder ob es dich einfach nur beschäftigt. Arbeite bewusst an deinem Ziel! Instrumentalisiere deine Beschäftigung um deine Ziele zu erreichen.

Für alle, die das zweite Schema leben möchten, geht es hier weiter:

Richte die Arbeit auf deine Ziele aus

Der erste Schritt ist: Mache dir klar was du willst. Schreibe deine Traumliste und lege Ziele fest. Beginne bei dem was du dir wünschst und lege danach fest in welcher Reihenfolge du die Ziele erarbeitest. Was ist dafür notwendig und was ist nur ein “Nice to have”?

Unmöglich sind nur die Dinge an denen du nicht arbeitest!

Behalte an schweren Tagen das Ziel im Auge an dem du arbeitest. Trainiere dich selbst mit den 21-Day-Challenges. Dadurch entwickelst du ein stärkeres Bewusstsein für dich, deine Ziele und bekommst mehr Selbstvertrauen. Achte auf eine ausgewogene Work-Life Balance. Wie sehr wird dein Leben von Arbeit bestimmt? Gerade als Entrepreneur oder Blogger ist es notwendig klare Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zu ziehen. Du lebst schließlich in der Gegenwart. Wenn Freizeit eines deiner Ziele ist: Nimm dir dafür Zeit!

Was du als Arbeitgeber machen musst

Wenn du Arbeit weiterdeligierst, solltest du wissen, wieviel Zeit diese in Anspruch nimmt. Kläre ab wie schnell die Dinge gehandhabt werden können und definiere Zeitfenster die den Auftragnehmern zur Verfügung stehen. Wenn die Arbeit schneller erledigt wurde als geplant, zahle den ausgemachten Preis. Beginne nicht den Preis zu drücken wenn die Arbeit gut ist. Was wird wohl beim nächsten mal passieren, wenn du damit anfängst? Die Kalkulation wird von vornherein verfälscht, damit der Arbeitnehmer wieder auf seine Stunden kommt. Dann war alles für die Katz’. Also vorher die Konditionen ausmachen und auch bei schnellerer Arbeit den abgemachten Preis zahlen. Für die meisten Leute ist das ein Ansporn schneller und effizienter zu arbeiten.

Was du als Mitarbeiter machen musst

Als Angestellter ist es oft schwierig, sich aus seiner Stundenschuld heraus zu nehmen. Wenn dir wirkliche Defizite auffallen kannst du mit deinen Vorgesetzten reden. Versuche die Situation zu erklären, warum du in kürzerer Zeit das gleiche leistest wie andere und handle kürzere Arbeitszeiten aus. Bei gleichem Gehalt natürlich. Wenn du nur mehr 6 Stunden pro Tag arbeiten musst und das gleiche wie bei 8 Stunden verdienst, ist schon ein Schritt in die richtige Richtung getan. Die zweite Möglichkeit ist auf Wervertragsbasis zu arbeiten. Hierbei wirst du nach Leistung bezahlt und es kommt auf den Auftraggeber und dein Verhandlungsgeschick an wie viel du dabei verdienen kannst. Meistens verdienen die Menschen als Angestellte unterm Strich besser als mit Werkvertrag. Das liegt an Urlaubszahlungen, Versicherung, Gehaltssicherheit auch bei schlechter Auftragslage, etc. Wenn du gute Argumente für effizientere Arbeit hast, solltest du diese auf jeden Fall mit deinen Chefs besprechen. Immerhin zerrinnt deine Zeit sonst in den Kaffepausen und beim Smalltalk mit anderen die eigentlich auch lieber woandes wären…

Sobald du deine Arbeitsweise deinen Zielen anpasst wird tägliche Kontrolle nötig. Nur wer weiß was er tut, übernimmt bewusst das Steuer!

Übungen zur Selbstkontrolle:

Mach dir eine ToDo Liste und nimm dir eine genaues Zeitfenster um diese abzuarbeiten. Als Einstieg dir das anzugewöhnen kannst du die ToDo Listen Challenge (folgt in Kürze) machen.

Lege deine Pausenzeiten fest und halte dich daran. Eine wirklich coole Sache ist die Pomodoro Technik. 25 Minuten arbeiten – 5 Minuten Pause. Das ganze mal 4 und dann 20 Minuten Pause. So kannst du das ständige Gefühl, etwas anderes machen zu wollen, gut in den Griff bekommen.

Versuche dich beim Arbeiten immer wieder selbst zu fragen: Muss ich das machen oder ist es nur ein nice to have? Verfolge ich damit mein Ziel?

Und was bringt das jetzt?

Viele Menschen vergeuden ihre Lebenszeit nicht mit zielorientierter Arbeit, sondern mit Beschäftigungen in der Arbeit die viel Zeit kosten, aber nicht effektiv sind. Diese Beschäftigungen sind oftmals deligiert und nur auf ein Fehlverhalten oder Unkundigkeit von Vorgesetzten zurückzuführen. Als Angestellter arbeitest du auch nur an den Zielen der Firma und musst lernen, diese Arbeit zum Werkzeug für deine persönlichen Ziele zu machen. Frage dich beim arbeiten stets nach dem Sinn einer Tätigkeit und ob es einen effizienteren Weg gibt diese zu machen. Nutze die Zeit die du hast um produktiv zu sein. Und benutze die Zeit in der du nicht arbeitest für dich und für alles andere.

Und ganz zum Schluß mein Lieblingszitat:

„Wer zuviel Zeit mit Arbeit verbringt, hat keine Zeit um Geld zu verdienen“
John D. Rockefeller

Übrigens passt zu diesem Thema das Buch von Tim Ferris: Die 4 Stunden Woche*.
Eine Pflichtlektüre für alle, die aus dem „normalen“ Alltag ausbrechen wollen.

Wie siehst du dieses Thema? Was sind deine Fragen dazu? Schreib es mir in den Kommentaren!

Alles Liebe und viel Erfolg für deine Ziele,

Alex

About the Author Alex Hammerschmied

Der Mensch lebt im Durchschnitt 75 Jahre. Ich bin jetzt 33. Also habe ich noch ca die Hälfte meines Lebens Zeit, genau das zu machen was ich in Wirklichkeit machen will. Um damit anzufangen, musste ich zuerst einen Hörsturz erleiden. Ein Breakdown der anderen Art. Meine Therapeutin fragte mich damals was ich in meinem Leben erreichen will. Ich wusste es nicht. Seit dem mache ich nur mehr das was ich liebe und helfe anderen Menschen dabei das gleiche zu tun! Dein Leben ist heute! #growindependent

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